Offener Brief an die Bendestorfer Bürgerinnen und Bürger | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Liebe Mitbürgergerinnen und Mitbürger, in den vergangenen Monaten mussten wir leider immer wieder Vorfälle von Vandalismus in unserem Dorf feststellen. Verkehrsschilder, Mauern und Stromkästen werden mit den Farben eines Lieblings-Fußballvereins besprüht oder mit entsprechenden Aufklebern beklebt. Baustellen-WCs werden umgeworfen oder sogar angezündet. Wände werden beschmiert, und auf dem Spielplatz unserer Grundschule kommt es zu Zerstörungen. Das darf und kann so nicht weitergehen.

Offener Brief an die Bendestorfer Bürgerinnen und Bürger

Unser Dorf lebt von seinem Zusammenhalt, von gegenseitigem Respekt und davon, dass wir alle Verantwortung für unseren gemeinsamen Lebensraum übernehmen. Wenn öffentliche Einrichtungen beschädigt werden, betrifft das uns alle: Die Kosten tragen letztlich wir als Gemeinschaft, und vor allem leidet das Erscheinungsbild unseres Dorfes darunter.

In der Diskussion wurde bereits vorgeschlagen, Belohnungen für sachdienliche Hinweise auszusetzen. Wir vom Bendestorfer Rat halten ein solches Vorgehen – das schnell den Charakter von Denunziantentum annehmen kann – nicht für den richtigen Weg. Wir sind überzeugt, dass wir dieses Problem gemeinsam als Dorfgemeinschaft lösen können.

Dazu gehört vor allem eines: miteinander zu sprechen. Eltern sollten mit ihren Kindern über diese Vorfälle und ihre möglichen Konsequenzen sprechen. Freunde sollten mit Freunden reden. Wir alle sollten deutlich machen, dass solche Taten in unserem Dorf keinen Platz haben.

Denn bei diesen Handlungen handelt es sich nicht mehr nur um „Streiche“, sondern um strafrechtlich relevante Delikte: Sachbeschädigung, Diebstahl und in besonders schweren Fällen sogar Brandstiftung. Bereits Sachbeschädigung – das geringste dieser Delikte – kann mit einer Geldstrafe oder mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren geahndet werden.

Uns ist wichtig, diese rechtliche Dimension klar zu benennen, um die Ernsthaftigkeit der Situation zu unterstreichen. Gleichzeitig wünschen wir uns sehr, dass wir einen anderen Weg finden als den über Polizei und Gerichte.

Unser Ziel sollte ein attraktives, lebenswertes Bendestorf sein – ein Ort, auf den wir alle stolz sein können. Dafür braucht es Respekt vor dem Eigentum anderer und vor den Einrichtungen, die unserer Gemeinschaft dienen.

Wir appellieren daher an alle Beteiligten: Lassen Sie uns gemeinsam Verantwortung übernehmen. Sprechen wir über das Problem, klären wir auf und sorgen wir dafür, dass sich solche Vorfälle nicht wiederholen.

Unser Dorf ist stark, wenn wir zusammenhalten.

Julia Reese (Gemeindedirektorin), Bernd Beiersdorf (Bürgermeister) und der Gemeinderat